Foto: Katrin Ribbe

Radikal Jung 2022

24.06.2022
— 02.07.2022
Münchner Volkstheater

Das Radikal Jung Festival ist zurück. Mit frischen Ideen und Formaten zeigt das Volkstheater Nachwuchsregiearbeiten aus ganz Deutschland und darüber hinaus.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause und der dadurch unsicheren Planungsphase startet nun das Radikal Jung Festival im neuen Haus wieder durch. Aus den Erfahrungen der letzen beiden Jahre heraus, hat sich das Festival nun ein wenig gewandelt: von einem reinen Publikumsfestival hin zu einem „Arbeitsfestival“ für junge Theatermacher. Das spiegelt sich auch im Rahmenprogramm in Performances, neuen Gesprächsformaten oder einem Late Night Programm (mit den Themen Unterhaltung, Aktivismus, Transformation) wider.

Die Jungfrau von Orleans – Münchner Volkstheater | Foto: Christian Kleiner

In einer Masterclass werden darüberhinaus geflüchtete Künstler aus Ukraine mit einbezogen. Dies bietet eine Plattform für kulturellen Austausch und schafft zugleich Arbeitsmöglichkeiten, so dass eine grenzübergreifende Theatergemeinschaft entstehen kann. Zugleich präsentiert das „Left Bank Theatre“ aus Kiew mit „Bad Roads“ in der Inszenierung von Tamara Trunova sechs Geschichten über das Leben und den Krieg, in der Region Donbass.

Verantwortlich für die Umgestaltung des Festivals ist unter anderem der Regisseur Florian Fischer, der 2022 zum erstes Mal als Kurator mit dabei ist. Die elf ins Volsktheater eingeladenen Inszenierungen, wovon 10 Uraufführungen sind, zeichnen sich durch drei Schwerpunkte aus: Diskurs, weibliche Heldinnen und Bewegung/Musik.

Szene aus dem Stück „Identitti“ – Schauspiel Düsseldorf | Foto: Sandra Then

Zu dem Theater als diskursiver Ort gehören zum Beispiel das Stück „Idenetitti“ von Mithu Sanyaal in der Inszenierung von Kirean Joel (Schauspiel Düsseldorf). Mit der Position der Frauen in der Gesellschaft setzt sich „Johanna von Orleans“, eine Eigenproduktion des Münchner Volkstheater auseinander. Die Produktion“ It’s Britney, Bitch!“ des Berliner Ensembles – geschrieben und inszeniert von Lena Brasch zusammen mit Sina Martens, zählt ebenfalls dazu. Das Stück steht aber auch zugleich für den dritten Schwerpunkt, dem musikalischen Theater. Dazu gehört auch eine Hinwendung zu mehr Körperlichkeit, mehr Bewegung anstatt Worte. „Karneval“ in der Regie von Joana Tischkau/ Theater Oberhausen fällt auch da rein.

„Civilisation“ von Jaz Woodcock-Stewart aus London | Foto: Alex Brenner

Das Festival bildet nicht nur aktuelle Tendenzen der deutschen und internationalen Theaterszene ab, sondern sieht sich auch als Impulsgeber für das Theater der Zukunft. Der Vorverkauf für die einzelnen Vorstellungen läuft bereits. Karten gibt es ab 24 Euro.

Radikal Jung 2022

24.06.2022
— 02.07.2022
Münchner Volkstheater
Tumblingerstraße 29
81337
München

ISARBLOG Newsletter

Auf ISARBLOG zeigen wir Dir die angesagtesten Cafes, Restaurants, Shops und vieles mehr. Melde dich jetzt für unseren Newsletter an, um einmal im Monat unsere neuesten Tipps zu erhalten!

Newsletter

Keine Tipps mehr verpassen!

Melde Dich jetzt gleich für unseren monatlichen ISARBLOG Newsletter mit vielen Tipps an: