Der Besuch bei HAI Seafood war eine echte Überraschung und zeigt, wie uns Social Media prägt. Denn bisher haben wir das HAI Seafood immer mit dem großen „Boiled Seafood Pot“ in Verbindung gebracht. Das Gericht bekommt man dort zwar immer noch, und es ist auch sehr beliebt, allerdings geben wir den japanischen Tapas den Vorzug. Sie sind unserer Meinung nach typischer für das HAI Seafood Izakaya. Denn in Japan verbindet man mit dem Begriff Izakaya einen Kneipenbesuch mit Getränken und ein paar Kleinigkeiten zu essen.

Kulinarische Vielfalt mit japanischem Twist im HAI Seafood
Deshalb haben wir im HAI ein paar unterschiedliche Gerichte zum Teilen bestellt, wie ein Blauflossen-Thunfisch-Sashimi mit frischem Wasabi oder Karaage mit einer japanischen Mayo. Auf der Karte stehen aber auch ungewöhnliche Kombinationen wie Burrata mit Kimchi oder gebratene Pimientos mit Sichuan-Pfeffer. Diese Art von Fusion Kitchen funktioniert sehr gut und macht neugierig auf mehr. Die Gerichte werden gleichzeitig serviert, sodass man die Speisen ungezwungen teilen, sich unterhalten und nebenbei etwas trinken kann.
Im HAI stehen typisch asiatische Drinks wie japanischer Whisky oder Sake auf der Karte, aber auch ein alkoholfreier Yuzu-Cocktail – übrigens eine echte Empfehlung. Natürlich kann man sich auch für einen klassischen Wein wie einen Grünen Veltliner aus der Wachau entscheiden. Wer noch etwas Süßes zum Abschluss braucht, kann zwischen Yuzueis, Cheesecake oder einer flambierten Matcha-Creme wählen.


Insgesamt ist das Lokal sehr stimmungsvoll eingerichtet: einerseits asiatisch schlicht, andererseits mit ein paar Boho-Elementen wie Körben, braunen Lederstühlen oder Kissen mit Fransen, die dem Ganzen eine gemütliche Note verleihen. Das Thema Seafood wird sowohl auf dem Geschirr als auch in witzigen Karikaturen aufgegriffen.
Das HAI Seafood befindet sich in Haidhausen an der Ecke der Kellerstraße, und im Sommer findet ihr auch einige Tische im Freien. Der Name HAI ist übrigens ein Wortspiel: Er bedeutet „Ja“ auf Japanisch. Vielleicht denkt der ein oder andere auch an den nicht immer freundlichen und recht gefräßigen Meeresbewohner – womit wir wieder beim Seafood wären. Da noch so viel mehr zum Probieren auf der Karte stand, schauen wir sicher bald wieder vorbei. Und vielleicht probieren wir dann auch mal den berühmten „Boiled Seafood Pot“.