Jörg Schellmann pflegt mit seiner Galerie langjährige Beziehungen zur amerikanischen Kunst. Diese Arbeit setzen seine beiden Kinder Basile und Pauline Schellmann fort.
Mit „The Spirit of Pop Art“ bringen sie die Protagonisten der 1980er Jahre wie Andy Warhol, Keith Haring, Robert Rauschenberg oder Claes Oldenburg zurück in die Ausstellungsräume, allerdings mit einem neuen Kontext. Ihnen werden Künstler*inen anderer zeitgenössischer Kunstrichtungen, wie zum Beispiel Anselm Reyle oder Sylvie Fleury gegenübergestellt, aber auch Vertreter*innen europäischer Pop Art wie Eduardo Luigi Paolozzi oder Allen Jones. Diese Kombinationen ermöglichen einen neuen, erweiternden Blick auf die Pop Art, die geprägt ist von grellen Farben und der Auseinandersetzung mit Konsum und Werbung.
Verbreitung fand diese Kunstrichtung vor allem durch Drucke, insbesondere den Siebdruck. Sie machen auch einen Großteil der Ausstellung aus. Dazu gesellen sich Wandskulpturen wie die von Nam June Paik (dem Pionier der Videokunst) oder ein Wandteppich von Andy Warhol mit dem Motiv „Flowers“ sowie eine Skulptur in Form einer Pyramide von Keith Haring. Die Liste der ausgestellten Künstler*innen *ist wirklich beeindruckend.
Alle ausgestellten Werken wurden von der Galerie Schellmann zusammen mit den Künstler*innen in den letzten Jahrzehnten in jeweils limitierter Stückzahl herausgebracht und können im Rahmen der Ausstellung auch erworben werden. So ist „The Spirit of Pop Art“ zugleich auch ein Rückblick auf die über 50-jährige Geschichte der Galerie.
Die Ausstellung ist in der Ainmillerstraße in Schwabing zu sehen, wo sich „Schellmann Art“ seit 2008 befindet. Die großzügigen Räume im Obergeschoß des Rückgebäudes wurden extra für die Galerie gestaltet. Prägend ist der Leuchtstoffring von Gerhard Merz mit dem Titel „Light“, der zugleich Kunst und Beleuchtung ist.
„The Spirit of Pop Art“ geht noch bis 19.12.2026.