Kreative Freiräume sind in München Mangelware. Deshalb setzen einige Veranstalter*innen in den letzten Jahren vermehrt auf Zwischennutzungen, um die enormen Mieten zu umgehen. Nach dem Ende des Fat Cats (im Gasteig in Haidhausen) Ende September, gibt es nun eine neue Location: das Printhouse.
Wie der Name schon vermuten lässt, befindet es sich in einer früheren Druckerei. Genauer gesagt in der ehemaligen Druckerei der tz in der Nähe des OEZ. Die Hallen, in denen einmal die großen Maschinen standen, eröffnen scheinbar endlose Möglichkeiten. Angedacht sind Clubabende, aber auch klassische Konzerte oder Kunstausstellungen. Die Grenzen sind fließend. Gestartet wurde am 5. September 2026 mit einem Techno-Line-up, sowohl im überdachten Außenbereich (der früheren Verladerampe) als auch in der daneben liegenden Halle.
Denn mit elektronischer Musik kennt sich Booker Christoph Pankowski aus. Einige Münchner*innen kennen ihn vielleicht noch von den „Musica Autonomica“-Abenden der 2010er-Jahre. Darüber hinaus hat er auch das VËRYL Festival nahe Berlin organisiert. Seine Mitstreiter: Robert Benke (Café Kranich/Holzkrankich), der sich um die Gastronomie kümmert, und Henrik Szilit, der den Standort weiterentwickelt. Ein mögliches Vorbild: die Printworks in London, aber auch in München gab es einige Zwischennutzungen in dieser Richtung, wie der ehemalige Münchner Flughafen in Riem oder das Heizkraftwerk in der Maxvorstadt.
Zunächst geplant sind ein bis zwei Events pro Monat. Die Ticketpreise für die Clubabende liegen bei 25 Euro.