Die Ausstellung „Tomás Saraceno. Verwobene Welten“ im Haus der Kunst verbindet Kunst, Architektur und Wissenschaft. Sie zeigt einen Überblick über das Werk des argentinischen Künstlers und vereint dabei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Neben den langjährigen Forschungsprojekten „Aerocene“ und „Arachnophilia“ ist die Auftragsarbeit „El Santuario del Agua“ (The Sanctuary of Water), ein permanentes Land-Art-Werk im Norden Argentiniens zu sehen, welches in enger Zusammenarbeit mit den Indigenen Gemeinschaften von Red Atacama aus Las Salinas Grandes entsteht.
Mit „Aerocene“ erforscht die interdisziplinäre Gemeinschaft emissionsfreie Fortbewegungsarten. Der Ballonflug „Aerocene Pacha“ 2020 in Argentinien wurde zum nachhaltigsten Flug der Menschheitsgeschichte und stellte 32 Weltrekorde auf. Die Aerocene-Skulpturen nutzen Luft, Sonnenstrahlung und Infrarotenergie. „Arachnophilia“ untersucht anhand von Netzwerken materielle, verhaltensbezogene und akustische Systeme.
„Das Haus der Kunst arbeitet mit lebenden Künstler*innen zusammen, um neue Stränge in der Kunstgeschichte zu ziehen und zu überdenken, wie Ausstellungen heute erlebt werden. Mit Tomás Saraceno wird das Gebäude zu einem Raum für die Auseinandersetzung mit ökologischen und sozialen Fragen, die über die Ausstellung selbst hinausgehen.“
Andrea Lissoni
Mit dem neuen Werk „Towards the Sanctuary of Water“ werden die Ergebnisse langjähriger Forschung präsentiert. Tomás Saraceno lädt die Besucher*innen ein, mitzumachen, sich zu informieren und sich zu verknüpfen.
Die Ausstellung des multidisziplinären Künstlers erstreckt sich über das gesamte Gebäude und umfasst luftbetriebene Skulpturen, gemeinsame Lebensräume verschiedener Arten sowie raumgreifende Environments. Das Zusammenspiel zwischen den Räumen und der Kunst lädt dazu ein, ökologische und soziale Themen neu zu denken.
Die Ausstellung „Tomás Saraceno. Verwobene Welten“ ist vom 17. Juli 2026 bis zum 7. Februar 2027 im Haus der Kunst zu sehen.