Das Festival bietet Performances, Cabaret-Shows, Workshops, Diskussionen, Museumsformaten und Partys, kuratiert von der Münchner Drag-Künstlerin Ruby Tuesday und der Berliner Genderperformance-Legende Bridge Markland. Zwischen Glamour, Pop, Theater, Aktivismus und Community entstehen Formate, die Geschlechterbilder hinterfragen, queere Perspektiven sichtbar machen und neue Räume der Begegnung öffnen.
Begründet wurde das Festival 2002 von der New Yorker Drag-King-Pionierin Diane Torr und Bridge Markland. Zu den Spielorten gehören das PATHOS theater, schwere reiter, der Gasteig HP8, die Münchner Stadtbibliothek, das NS-Dokumentationszentrum München, die Pinakothek der Moderne sowie das Museum Fünf Kontinente.
Das Festivalprogramm verbindet internationale Gastspiele mit lokalen Produktionen und interdisziplinären Formaten. So bringt Bridge Markland mit „krug in the box“ (nominiert für den IKARUS TheaterPreis 2026) Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“ als rasante Popmusik-Gerichts-Drag-Show auf die Bühne. Im Gasteig HP8 treffen bei Powerhouse die finnische Drag-King-Sensation und Boy-Band Out of Sync und die Wiener Drag-Wrestling-Crew rund um Eric BigClit aufeinander. Den Anfang machen am Mittwoch, 10. Juni 2026 der Berliner Drag King Alexander Cameltoe im schwere reiter mit der Performance Cynthia, einer fiebertraumartige Reise durch das New York der 1930er Jahre rund um das „Leben“ einer berühmten Schaufensterpuppe. Im Anschluss findet die offiziellen Eröffnungsparty im PATHOS theater statt mit dem Münchner DragX Kollektiv statt.
Darüberhinaus werden querere Museumsführungen, ein Drag-Flohmarkt, ein interaktives (Drag-) Dungeons-and-Dragons-Format und Cabaret- und Partyformate veranstaltet. Ferner wird es im NS-Dokumentationszentrum München ein Gespräch zu dem Thema „Zwischen Online-Hetze und Straßenpräsenz: Queerfeindlichkeit & Rechtsextremismus“ geben. Denn das Festival versteht Drag nicht nur als Kunstform, sondern auch als gesellschaftliche Praxis und politische Intervention zugleich.
Weiter auf dem Programm: „Kings of Munich – Identitätskrise-Edition“ von Ruby Tuesday und Perry Stroika, „Rote Rosen“ von Mieze McCripple, „Drag Musical“ von König „The Way to Your Higher Shelf“ von Alexandra Martini.