Die norditalienischen Städte Bergamo und Brescia sind ungefähr 50 Kilometer entfernt. Von Bergamo erreicht man auch das Zentrum von Mailand in einer Stunde. Die Innenstadt von Bergamo besteht aus der historischen Oberstadt (Città Alta) und der modernen Unterstadt (Città Bassa).
Auf dem Berg liegt die mittelalterliche Altstadt, die Mitte des 16. Jahrhunderts von den Venezianern mit einer großen Wallanlage befestigt wurde. Diese wurde 2017 (zusammen mit weiteren venezianischen Befestigungsanlagen) zum Unesco Weltkulturerbe ernannt. Die Befestigungsmauer ist sechs Kilometer lang und an einigen Stellen bis zu 50 Meter hoch.
Zusammen mit Brescia ist Bergamo 2023 Kulturhauptstadt Italiens!
Dieses Restaurant ist einfach schon durch seine Aussicht auf Bergamo wunderschön. Bei sonnigem Wetter genießt man sein Essen mit Panoramablick von zwei unterschiedlichen Terrassen. Auf der Karte des Guide Michelin ausgezeichneten Restaurants stehen ostlombardische Spezialitäten. Das Mittagsmenu überrascht mit Kombucha zum Aperitif und einem Kartoffelpüree mit sautierten Gameri, Steinpilzen und Johannisbeere. Danach kann man sich auf frische Macaroni freuen mit Schinken und Garnelen. Als Nachtisch Kastanienmousse in Kakisauce und Schokolade. Um dort hinzukommen, nehmt Ihr am Besten die Standseilbahn nach San Viglio. Wer Zeit hat, sollte noch einen Spaziergang zur nahgelegenen Burg machen.
Die Basilica di Santa Maria Maggiore liegt zusammen mit der Cappella Colleoni, dem Baptisterium an der Piazza Duomo. Sie wurde im 12. Jahrhundert im romanischen Stil als Bollwerk gegen Hungersnöte und die Pest erbaut. Die Kirche ist in vieler Hinsicht sehr besonders. An der Aussenfassade findet man den lombardisch-gotischen Stil, im Inneren der barockisierten Kirche befinden sich aussergewöhnliche Gobelin-Wandteppiche, freigelegte Fresken aus dem 14. Jahrhundert und im Chorraum das Prozessionskreuz. Von den ursprünglich fünf Apsiden sind nur noch zwei erhalten. Eine davon beanspruchte der Söldnerführer Bartolomeo Colleoni für seine Grablege. Das Grab des Komponisten Gaetano Donizetti findet Ihr übrigens auch hier.
Das Caffè del Tasso liegt an der Piazza Vecchia, dem Herz der Stadt. Es zählt zu den ältesten gastronomischen Betrieben Italiens. Ab 1476 war an gleicher Stelle ein Gasthaus untergebracht, welches seit 1681 den Namen des italienischen Dichters Torquato Tasso trägt. Laut dem französischen Architekten Le Corbusier befindet es sich an einem der schönsten Plätze der Welt. Das Caffè del Tasso ist ein Künstlercafe. Oskar Kokoschka trank hier seinen Kaffee genauso wie der Bergamasker Bildhauer Gavazzeni Manzù.
Die Oberstadt von Bergamo ist weitgehend verkehrsfrei. Man erreicht sie mit dem Bus oder der Seilbahn. Die Standseilbahn oder Funicolare wurde 1887 eingeweiht. 1917 wurde sie modernisiert und um einen zweiten Wagen erweitert. Mit ihr erreicht Ihr von der Unterstadt nach ein paar Minuten Fahrt die Città Alta auf der Piazza Mercato Scarpe. Eine weitere Standseilbahn führt von der Oberstadt ( nahe des Botanischen Gartens "Lorenzo Rota" ) nach San Vigilio. Hier könnt Ihr die Burg San Viglio besuchen.
Ein weiterer Schatz in der Altstadt ist das Teatro Tascabile Bergamo. Es ist im ehemaligen Kloster del Carmine untergebracht. Neben dem Theatre Sociale ist es das zweite Theater in der Bergamesker Oberstadt. Eigentlich sollte das Areal in den 1970er Jahre abgerissen werden, doch es wurde aber von einem Architekten gerettet, der das Potenzial des Komplex erkannte. Nun ist das Teatro Tascabile ein Theaterlabor, in dem in den Bereichen Freilichttheater, Pädagogik, Dramaturgie und indisches Tanztheater geforscht wird. Es finden in regelmässigen Abständen Aufführungen statt und im Winter könnt Ihr im Innenhof Schlittschuh laufen.
Bergamo ist die Geburtsstadt des Opernkomponisten Gaetano Donizetti. Er wurde 1797 geboren und stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Der Komponist Simon Mayr erkannte sein Talent und gab ihm Unterricht. Insgesamt komponierte Gaetano Donizetti rund 70 Opern, die heute mehr oder weniger bekannt sind. Das Donizetti Festival will den Werken zu neuer Berühmtheit verhelfen. Es findet einmal im Jahr im November statt und hat zwei Spielorte. Zum einen das Teatro Sociale in der Oberstadt oder das Teatro Donizetti in der Unterstadt. Wer mehr über Gaetano Donizetti erfahren will, besucht am besten auch das Donizetti Museum, nicht weit entfernt von der Piazza Vecchia.
Eine weitere Persönlichkeit, die mit Bergamo verbunden ist, ist der bedeutende Maler Lorenzo Lotto, dessen Werke im Stil der Hochrenaissance und des frühen Manierismus entstanden. Seine Porträts gehören zum Besten, was zu seiner Zeit geschaffen wurde. Lotto wohnte zehn Jahre (von 1513 bis 1523) in der Stadt und gestaltete mehrere Kirchen. So in der in die Kirche Santo Spirito in der Via Tasso (Bergamo Basso), deren spektakuläre Fassade (aus dem 20. Jahrhundert) von allein einen Besuch Wert ist. Entworfen hat die Kirche Santo Spirito der italienische Bildhauer Francesco Somaini. Ein weiteres Altarbild von Lotto findet Ihr in der Santi Bartolomeo e Stefano Kirche.
Ol Giopì e la Margì ist ein wunderbares familiengeführtes Restaurant in der Unterstadt mit Fokus auf lombardische Küche. Benannt ist das gehobene Lokal nach zwei Bergamasker Originalen. Sie sind auch auf einigen Bildern im Inneren des urigen Lokals zu sehen. Das Gewölbe ist aus Backstein und grad in der Weihnachtszeit sehr schön dekoriert. Zu Essen gibt es zum Beispiel Rote Polenta mit Anchovis und süssen Zwiebeln oder Scarpinocc de Parr (Pasta gefüllt mit Brot und Kräuter). Zum Abschluss gibt es mehrere Käse zur Auswahl, denn dieser hat in Bergamo eine lange Tradition. Bergamo wird auch "Hauptstadt des Käses" bezeichnet. Wer es lieber süß mag, sollte Salame di Cioccolato probieren.
Im Frühjahr und Herbst ist ein Besuch im Botanischen Garten empfehlenswert. Er bietet neben 1200 Pflanzenarten und auch einen schönen Ausblick auf Bergamo und die umliegende Berge. Neben Wasser- und Heilpflanzen, könnt Ihr dort fleischfressende Pflanzen oder Bergamasker Alpenpflanzen sehen. Ganz in der Nähe befindet sich auch die Pasticceria & Gelateria Marianna. Hier wurde Anfang der 1960er Jahren das Stracciatella-Eis erfunden.
Zentral in der Unterstadt liegt das Hotel Best Western Bergamo. Die Zimmer sind modern eingerichtet und verfügen zum Teil über einen Balkon. Das Frühstückbuffet ist sehr reichhaltig und das Personal freundlich. Von hier aus kann man einen schönen Spaziergang in der Unterstadt unternehmen. Mögliche Ziele sind das Tradtionscafè Colloni oder die Basilica of St. Alexander in Column. Letztere befindet sich an der schönen Einkaufsstrasse Via Sant'Alessandro.
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