Das Café Lev ist eine Bereicherung für Alt-Bogenhausen, das nicht gerade mit Gastronomie gesegnet ist. Es befindet sich auf der Rückseite des Hildebrandhauses, wo auch die Monacensia untergebracht ist. Eröffnet hat das Lev pünktlich zur Langen Nacht der Münchner Museen. Es hat damit die Nachfolge der Café Bar Mona angetreten, die 2024 geschlossen wurde.

Entdeckt hat der Dokumentarfilmer Emanuel Rotstein das Café bei einem Recherchebesuch im Literaturarchiv der Monacensia. Er und seine Frau Melanie Rotstein-Tuchfeld waren sofort „schockverliebt“. Kurz darauf kam die Zusage, und die Umgestaltung der Räumlichkeiten zu einem modernen Ort mit mediterranem Touch konnte beginnen.

Mittags stehen immer wechselnde Gerichte auf der Karte – eine Mischung aus New-York-Deli-Style und Tel-Aviv-Streetfood. So gibt es Challah mit Sabich, Tagessuppen wie die Chicken Matzo Ball Soup, aber auch Pinsa Burrata, Schnitzel oder belegte Bagels. Letztere kommen direkt aus New York. Auch VegetarierInnen kommen auf ihre Kosten, zum Beispiel mit einer Mezze-Bowl. Am Samstag gibt es immer Shakshuka. Die meisten Speisen bereitet Melanie Rotstein-Tuchfeld selbst zu. Natürlich wartet auch immer eine feine Auswahl an Gebäck in der Vitrine auf euch, darunter ein Walnuss-Karottenkuchen – eine große Empfehlung. Für das perfekte Kaffeeerlebnis sorgt neben den Bohnen von Caffe POLO die La Marzocco Premium-Siebträgermaschine.


Mit den am Tresen bestellten Speisen setzt man sich entweder in den Wintergarten, in das ehemalige Atelier des Bildhauers Adolf von Hildebrand, oder im Sommer auf die ruhige Terrasse im Garten. Nicht nur die Schirme sorgen für Abkühlung. Hier kann man Eis aus einer echten Zitrone löffeln. Aber auch für Leute, die kurz etwas arbeiten wollen oder einen Date-Spot suchen, eignet sich das Café durch die flexible Raumaufteilung. Durch die familiäre und herzliche Art der Gastgeberin Melanie Rotstein-Tuchfeld hat das Café Lev inzwischen viele Stammgäste, darunter auch einige Menschen aus der Nachbarschaft. Daher auch der Name des Cafés, der auf Hebräisch „Herz“ bedeutet.

Normalerweise hat das Café Lev vorwiegend mittags bis in den frühen Abend auf, an einigen Abenden, aber auch länger, wenn zum Beispiel eine Veranstaltung in der Monacensia stattfindet. Wer möchte, der kann seinen „Ausflug“ ins Lev auch mit dem Besuch einer der Ausstellungen in der Monacensia verbinden, wie „Literatur und Haltung: Rachel Salamanders Archiv“ und „Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa“.
